Bachelor of Arts: Geschichte

Das Bachelor-Studium der Geschichte führt zu einem ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss. Es bildet zudem die Voraussetzung für weiterführende wissenschaftliche Studien etwa im Master-Bereich.

Inhalte und Aufbau des Studiums

Das Bachelor-Studium der Geschichte verbindet in einer ersten Studienphase eine fundierte Grundlagenausbildung in den Arbeitstechniken, Hilfsmitteln und Methoden der Geschichtswissenschaft mit dem Erwerb eines breit angelegten Orientierungswissens über verschiedene Epochen und Räume vor allem der europäischen aber auch der außereuropäischen Geschichte. In einer zweiten Studienphase setzen die Studierenden inhaltliche Studienschwerpunkte und vertiefen zwei epochale oder regionale Schwerpunkte eigener Wahl. Zur Auswahl stehen die Alte Geschichte, die Mittelalterliche Geschichte, die Geschichte der Frühen Neuzeit sowie die Neueste und die Zeitgeschichte, zudem die Osteuropäische Geschichte und die Bayerische und Fränkische Landesgeschichte.

Das Studienfach Geschichte vermittelt seinen Absolventinnen und Absolventen zum einen fachspezifische Kenntnisse in der Geschichtswissenschaft: Die Studierenden lernen komplexe historische Sachverhalte zu analysieren und in kritischer wie methodisch fundierter Auseinandersetzung mit Quellen und Forschungsliteratur zu interpretieren. Sie erwerben die Fähigkeit, geschichtswissenschaftliche Fragestellungen und deren Beantwortung in ihrer jeweiligen Zeitbezogenheit zu verstehen, und werden methodisch auf eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Geschichte vorbereitet.

Darüber hinaus vermittelt und vertieft das Studium der Geschichte wichtige allgemeine Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen, wie die Fähigkeit zum Umgang mit großen, unstrukturierten Daten- und Informationsmengen, die Fähigkeit zu problemlösendem Denken sowie wichtige Präsentations- und Kommunikationskompetenzen.

Rechtliche Grundlagen des Studiums

Die rechtlichen Grundlagen des Bachelor-Studiums im Fach Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg regelt die Fachstudien- und Prüfungsordnung (FPO BA) für das Fach Geschichte. Diese liegt in zwei Fassungen vor:

Die Fachstudien- und Prüfungsordnung konkretisiert die die allgemeinen Bestimmungen der BA-Prüfungsordnung der Universität Erlangen-Nürnberg – ABMStPO/Phil:

Detailinformationen zu den Pflicht- und Wahlpflichtmodulen sowie den jeweiligen Prüfungsmodalitäten entnehmen Sie bitte dem Modulhandbuch des BA-Studiengangs Geschichte. Das Modulhandbuch konkretisiert die Bestimmungen der jeweiligen Fachstudien- und Prüfungsordnung; entsprechend existieren hier ebenfalls zwei unterschiedliche Fassungen:

Studienplanung

Fächerkombinationen

Das Fach Geschichte wird an der FAU im Rahmen eines Zwei-Fach-Bachelorstudiengangs studiert. Geschichte ist dabei eines von zwei gleichberechtigten Studienfächern. Derzeit bestehen Kombinationsmöglichkeiten für Geschichte im Bachelor-Studiengang mit 18 weiteren Fächern an der Philosophischen Fakultät. Die zulässigen Fächerverbindungen sind aus der Fachstudien- und Prüfungsordnung (FPO) für das Fach Geschichte zu ersehen.

Bei der Entscheidung für eine Fächerkombination sollte zunächst vor allem das eigene Interesse ausschlaggebend sein.  Nur für ein Fach, dessen Inhalte und Fragestellungen Sie interessant finden, werden Sie das für einen guten Studienerfolg erforderliche Engagement dauerhaft aufbringen können. Zweitens sollten Sie auf Profilschärfe achten: Überlegen Sie, welche berufliche Tätigkeit Sie nach Ihrem Studium anstreben, und welche speziellen Qualifikationen Ihnen hier hilfreich sein könnten. Eher außergewöhnliche Fächerkombinationen können unter Umständen helfen, Ihrem Qualifikationsprofil markante Konturen zu verleihen und Sie von künftigen Mitbewerbern abzuheben.

Berufsfelder nach dem Bachelor-Studium der Geschichte

Das Bachelorstudium der Geschichte schließt nach sechs Semestern Regelstudienzeit mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Fachdisziplinen gibt es für Absolventinnen und Absolventen eines geschichtswissenschaftlichen Studiums kein fest vorgezeichnetes Berufsbild. Nur ein geringer Teil der Studierenden wird nach dem Hochschulabschluss als Historikerin oder Historiker tätig sein, etwa nach entsprechenden Weiterqualifikationen in Forschung und Lehre an der Universität oder in Archiven, Museen oder Bibliotheken.

Die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen wird die im Laufe des Geschichtsstudiums erworbenen Qualifikationen und Kenntnisse hingegen im späteren Berufsleben in fachferne  Zusammenhänge und Herausforderungen einbringen. Das Studium der Geschichte bereitet hier durch die Vermittlung von Kernkompetenzen und wichtigen Schlüsselqualifikationen auf ein breites Spektrum möglicher Arbeitsfelder vor. Typische Berufswege von Absolventinnen und Absolventen der Geschichtswissenschaft führen etwa ins Verlagswesen, in die Erwachsenenbildung, in die Öffentlichkeitsarbeit oder in den Agenturbereich.