Master Mittelalter und Frühe Neuzeit

Der Interdisziplinäre Masterstudiengangs "Mittelalter und Frühe Neuzeit" (MiFNZ) integriert Lehrangebote von derzeit insgesamt 21 Fächern mit mediävistischem und frühneuzeitlichem Epochenbezug. Die Studienschwerpunkte in einem Master- und einem Profilfach können aus insgesamt elf Fächern gewählt werden, darunter auch die geschichtswissenschaftlichen Fächer Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften, Geschichte der Frühen Neuzeit sowie Bayerische und Fränkische Landesgeschichte.

Der Masterstudiengang "Mittelalter und Frühe Neuzeit" ersetzt zum Wintersemester 2017/18 den Studiengang "Mittelalter- und Renaissancestudien" ( MiRe), in den ab diesem Zeitpunkt keine Neuimmatrikulationen zum ersten Fachsemester mehr möglich sind. Im Vergleich zu diesem Vorgänger, bietet der neue Studiengang eine deutlich erweiterte Fächerauswahl, einen reformierten Studienablauf und eine breiter angelegte methodische Grundlagenausbildung.

Inhalte und Aufbau des Studiums

Der Masterstudiengang „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ zielt auf die Vermittlung von wissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten auf dem Gebiet der interdisziplinären Mittelalter- und Frühneuzeitforschung. Neben fachspezifischen Kenntnissen und Methodenwissen in den jeweils gewählten Master- und Profilfächern sollen die Absolventen die Fähigkeit erwerben, disziplinenübergreifend wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln und im Fächerverbund zu bearbeiten.

Der Masterstudiengang betrachtet Mittelalter und Frühe Neuzeit als Schlüsselepochen der Geschichte Europas und seiner Nachbarregionen: In den vermeintlich 'dunklen' Jahrhunderten zwischen dem Niedergang der Antiken Welt und dem Anbruch der Moderne wurden reiche kulturelle Muster, Strukturen, Denkweisen und Praktiken entwickelt, die vielfach bis heute ihre Wirkkraft entfalten oder aber durch ihre Andersartigkeit zur Reflexion über Dynamik, Wandelbarkeit und Kontingenz unserer eigenen, heutigen Lebenswelten herausfordern. Neben der Beschäftigung mit Geschichte und Kultur des christlich-lateinischen Europa in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit nimmt der Studiengang auch Phänomene der jüdischen, der islamischen sowie der byzantinischen Kulturen und Lebenswelten Europas in diesem Zeitraum ebenso wie außereuropäische Kulturen im Orient und in Nordafrika sowie im Fernen Osten in den Blick. Der interkulturelle Vergleich bildet dabei eine wichtige heuristische Methode des Masterstudienganges.

Rechtliche Grundlagen des Studiums

Die rechtlichen Grundlagen Master-Studiums regelt die Fachstudien- und Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Mittelalterund Frühe Neuzeit (FPOMiFNZ):

Die Fachstudien- und Prüfungsordnung konkretisiert die die allgemeinen Bestimmungen der BA-Prüfungsordnung der Universität Erlangen-Nürnberg:

Detailinformationen zu den Pflicht- und Wahlpflichtmodulen sowie den jeweiligen Prüfungsmodalitäten entnehmen Sie bitte dem Modulhandbuch des Master-Studiengangs Mittelalter und Frühe Neuzeit:

Studienplanung

Fächerkombinationen

Im Rahmen des Masterstudiengangs Mittelalter und Frühe Neuzeit werden zwei Fächer nach eigenem Interesse vertieft studiert. Hinzukommen Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen aus einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Fachdisziplinen. Als Master- und Profil-Fächer sind derzeit wählbar: Ältere und Neuere Kirchengeschichte, Bayerische und Fränkische Landesgeschichte, Christliche Archäologie, Germanistische Mediävistik, Geschichte der Frühen Neuzeit, Geschichte der Medizin, Kunstgeschichte, Islamwissenschaft, Mittelalterliche Geschichte, Mittellateinische Philologie, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Nordistik. Diese Liste stellt den Stand bei Einführung des Masterstudiengangs dar und kann entsprechend der Entwicklung des Lehrangebotes an der FAU in Zukunft um weitere Fächer erweitert werden, insbesondere um die Fächer Anglistik, Romanistik, Philosophie, Rechtsgeschichte und Buchwissenschaften. Lehrangebote dieser Fächer können bereits jetzt nach Absprache im Einzelfall in das Curriculum des Masterstudiengangs Mittelalter und Frühe Neuzeit importiert werden.

Studienziele und Berufsperspektiven

Der Masterstudiengang „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ ist wissenschaftlich ausgerichtet und bereitet seine Absolventen vornehmlich auf eine anschließende Promotion, auf eine wissenschaftliche Tätigkeit in Forschung und/oder Lehre bzw. in Museen, Archiven oder Bibliotheken vor. Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung vertiefter Fachkenntnisse und Arbeitstechniken, die die Absolventen zur eigenständigen Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen im Bereich der Mediävistik und der Renaissanceforschung befähigen. Besonderer Wert wird dabei auf die Befähigung zur interdisziplinären Arbeit gelegt. Zudem sollen die Absolventen lernen, wissenschaftliche Fragestellungen und Forschungsergebnisse an eine breitere Öffentlichkeit zu vermitteln. Außerhalb der Universität eröffnet der Abschluss im Master Mittelalter und Frühe Neuzeit daher verschiedene Tätigkeitsfelder im Museums- und Ausstellungsbereich, im Bibliotheks-, Archiv- und Verlagswesen, in der Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, in der Erwachsenenbildung, im Veranstaltungs-und Eventmanagement, in Reise und Tourismus oder in Agenturen und Unternehmen im Bereich Angewandte Geschichte oder History Marketing.

Bewerbung

Die Bewerbung für den Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissance-Studien erfolgt jeweils zum Wintersemester über das Online-Bewerbungsportal für Master-Studiengänge CAMPO.FAU.DE. Informationen zur Bewerbung über campo.fau finden Sie auch hier.

Nähere Auskünfte erteilt hier das Masterbüro der Friedrich-Alexander-Universität.

 

Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Der Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissancestudien (MiRe) wird zum WS 2017/18 durch den Master Mittelalter und Frühe Neuzeit abgelöst. Es sind keine Neuimmatrikulationen in den alten Studiengang mehr möglich. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung wichtiger Studiendokumente zum Master "Mittelalter- und Renaissancestudien":